Exponate zum Thema Brot

Ostaci antičke uljare u Červaru
Brotbacköfen aus Istrien

Ausstellung zum Thema Olivenöl

Orka, žara – posuda za skladištenje maslinovog ulja

     Žara     Herstellungsprozess


Ausstellung zum Thema Wein

Bordoška juha
Istarska supa

Bordeauxbrühe/Istrische Suppe

Konobon Gallerie

Eine Geschichte über Brot, Olivenöl und Wein

Exponate zum Thema Brot
Der Getreideanbau ist eng mit den Anfängen der Zivilisation verbunden. Es war ein langer Weg vom Korn zum Brot – fast 10000 Jahre brauchte man um aus einem Korn das erste Brot zu machen und allein die Geschichte über das Brot ist fast 5000 Jahre alt. Am Anfang wurde das Brot ohne Gärstoff hergestellt, aber die Ägypter haben mit Hilfe von Hefe Brot gemacht wie wir es heute kennen. Zu römischen Zeiten hat sich der Geruch des Brotes durch die ganze damalige Welt verbreitet. Die Kultur der Brotherstellung ist bis zum heutigen Tage erhalten geblieben. Mit einer großen Anzahl an Exponaten ist Besuchern die traditionelle Herstellungsart des Brotes dargestellt. Einen besonderen Platz auf den Fotos haben die traditionellen Brotbacköfen aus Istrien, die bis vor kurzem in diesem ruralen Gebiet ein wichtiger Treffpunkt waren und der Sozialisierung dienten.

Ausstellung zum Thema Olivenöl
Die Olive ist eine Pflanze, deren Geschichte schon seit 7000 Jahren mit der Kultur der mediterranen Zivilisationen verbuden ist. Der Anbau beginnt in Ländern des östlichen Mittelmeerraums, und durch die Verbreitung antiker Zivilisationen gelangt sie nach Istrien, und so auch auf das fruchtbare Land der roten Erde um die Höhle Baredine. Nicht weit von hier, an der Küste, in der Nähe von Červar und Lorun wurde ein wirtschaftlicher Komplex entdeckt, der aus einer Mühle und einer Keramikwerkstatt aus dem 1. und 2. Jahrhundert besteht. An diesem antiken Fundort wurden Amphoren in charakteristischen Formen (Dressel 6 B) hergestellt, die für den Transport von Öl und Wein verwendet wurden. Entdeckt wurden sie im ganzen Mittelmeerraum. Die Römer brachten die Olivenölherstellung bis zur Perfektion. Dieser Prozess, bis vor kurzem angewandt, ist durch die ausgestellten Gegenstände in der Konobon-Gallerie dargestellt. Nachdem sie die Pressen und den Prozess der Olivenölherstellung kennengelernt haben, setzt sich die Geschichte über Öl aus „istrischen Amphoren“ fort und endet mit der Verkostung von extra vergine Olivenöl begleitet vom zarten Duft hausgemachten Brotes.

Ausstellung zum Thema Wein
Wein und die Weinrebe gehören zu den Fundamenten des Lebensstils in Istrien. An mehreren Stellen, unweit der Höhle Baredine, wurden Inschriften gefunden, die zeigen, wie auf diesem Gebiet während des 1. und 2. Jahrhunderts, aber auch später, im Mittelalter bis zum heutigen Tagen die Herstellung und der Weinhandel bedeutend und entwickelt waren.
Die bekanntesten Weinsorten Malvazija und Teran sowie eine ganze Reihe an Weiß- und Rotweinsorten machen Istrien zu einer Weinbauregion mit hohem Wiedererkennungswert.
Im Ambiente der Konobon-Gallerie, umgeben von malerischen Weinbergen ist auch eine Ausstellung zu traditionellen Verarbeitungstechniken von Trauben und der Weinherstellung, mit interessanten Beispielen, die Geschirr, Pressen, Fässern, Werkzeugen und verschiedene Patente zeigen, die zum Schutz der Weinrebe vor Reblaus und Mehltau dienten.

Traditioneller Herstellungsprozess für Olivenöl

Die Olive wurde ursprünglich als Nahrungsmittel und als Hauptzutat für Duftöle, Medikamente, Salben, Sirup oder verschiedene Fertiggerichte verwendet. Zu römischen Zeiten ist das s.g. garum (Fischsauce) am bekanntesten.

Die Herstellung von Olivenöl durch Pressen entwickelte sich insbesondere zu Zeiten der Römer und diese traditionelle Herstellungsart wird bis heute noch verwendet. Nach dem Waschen und Säubern wird die Olive unter eine Steinpresse geworfen (torač), mit der die Oliven zerquetscht wurden. Die Mischung wurde daraufhin in eine Presse eingefüllt, womit man später Olivenöl herstellte.

Istrische Suppe

Wird zwar Suppe genannt, ist jedoch keine Brühe, sondern eine gastronomische Delikatesse. Die Zutaten sind Rotwein, Brot, Olivenöl, Zucker und Pfeffer. Überbackenes Brot wird in Olivenöl getränkt und anschließend in Rotwein mit ein wenig Zucker und Pfeffer getunkt. Serviert wird sie in der traditionellen istrischen bukaleta, kann gleichzeitig gegessen und getrunken werden und galt als wichtige Zwischenmahlzeit, besonders in kalten Herbst- und Wintertagen. Bekannt war sie auch den antiken Mittelmeervölkern und in Istrien ist sie nicht nur Teil der Erinnerung sondern eine wahre Spezialität. In dieser Suppe treffen Wein, Brot und Olivenöl aufeinander – Zutaten, die die Basis des mediterranen Lebensstils sind.

In Istrien sagt man: „Die Suppe hat den Wein getrunken und machte mich ein wenig angetrunken.“

Žara (ital. orcio)

Gefäß für die Aufbewahrung von Olivenöl

Gefäße, die für die Aufbewahrung von Olivenöl dienten hießen žara. Hergestellt wurden sie aus Terrakotta und meistens hatten sie einen Stempel oder eine Aufschrift als Zeichen des Herstellers. Das ausgestellte Gefäß hat ein Fassungsvermögen von 1000l und es ist das Wappen des Herstellers zu sehen: Giuseppe Ricceri, Strada del Chianti. Die Analyse der Inschrift ergab, dass es in der Toskana (Italien) hergestellt wurde und zwar vor ungefähr 200 Jahren.
Interessant ist auch die Geschichte, wie es ins Dorf Nova Vas gelangte. Der Handel wurde vor dem Eisenbahnverkehr auf Karawanen abgewickelt. Einer dieser Wege führte von Italien bis Rijeka und verlief durch Nordistrien. Eine Familie aus der Ćićarija-Region kaufte dieses Gefäß von Händlern, das später, nachdem die Tochter aus dieser Familie heiratete, als Heiratsgut nach Nova Vas gelangte. Im Unterschied zur Toskana, wo man darin Öl aufbewahrte, wurde das Gefäß in der Ćićarija-Region, wo es keine Oliven gibt, zum Aufbewahren von Trinkwasser verwendet.

Bordeauxbrühe

Bordeaux ist allemal bekannt für seine Weine, aber noch bekannter für seine Supper, die bis vor kurzem noch das einzig erfolgreiche Mittel zur Bekämpfung des falschen Mehltaus der Weinrebe war. Erfunden vom Chemiker Ulysse Gaton und dem Botaniker Alexis Millardet im Jahre 1980 wird sie heute noch verwendet. Es handelt sich um eine Mischung von Kupfersulphat, dessen Säure durch Hinzufügen von Kalk neutralisiert wurde. Dieses Fungizid ist aufgrund seiner verminderten Toxizität auch in der ökologischen Landwirtschaft zugelassen, jedoch begrenzt auf max. 6 kg Kupfer/Hektar im Jahr.

Charakteristische Brotbacköfen
aus Istrien







Bis vor kurzem wurde dieser Brotbackofen von sieben Familien aus dem Dorf Magrini in der Nähe von Nova Vas benutzt. Die Frauen haben abwechselnd Brot gebacken und so jeden Tag ein frisches Stück auf den Tisch gebracht.

Impressum

Traktor story und Konobon-Gallery
(im Komplex der Höhle Baredine)
Tarska 14
52446 Nova Vas
Poreč
Kroatien

Kontakt:
Telefon: +385 (0) 421 333
Handy: +385 (0) 98 224 350
E-mail: info@baredine.com
Web: www.traktorstory.com // www.baredine.com

Autoren der Fotos:
Tihana Bašić, Sergio Gobo, Renco Kosinožić, Fabio Moze, Silvio Legović, Manuel Paljuh, Vinko Počanić, Igor Rimanić

Autoren der Texte:
Marino Baldini, Albert Ćosić, Slobodan Dević, Silvio Legović, Lara Musizza, Igor Rimanić

Spender für die Sammlung:
Marino Baldini, Anđelo Brčić, Ivo Jerković, Judita Legović, Silvio Katarinčić, Dario Kocijančić, Luciano Legović, Damir Lukež, Loredana Musizza, Vittorio Okmaca, Dezi Okmaca, Poljoprivredni institut Poreč, Drago Radolović, Rino Rojac, Refik Saliji – Fiko, Josip Slavčić, Marino Šimonović, Darko Štifanić, Sonja Vojinović, Enrico Zorzan, Drago Žužić

Links

http://www.istra.com
Ovdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linka

http://www.istra.com
Ovdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linka

http://www.istra.com
Ovdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linkaOvdje dolazi opis linka